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Massagen – Balsam für Körper, Geist und Seele

Massagen sind dem Menschen schon seit Jahrtausenden vertraut; schon bei den alten Ägyptern waren ihre positiven Wirkungen auf den Körper, den Geist und die Seele von vielen geschätzt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, gehört doch der Tastsinn zu den ureigenen Ausdrucksformen menschlicher Neugierde. Es ist eine vollkommen normale Reaktion des Menschen, wenn er seine Hände nach etwas ausstreckt, um es zu berühren und dabei die Form oder die Struktur eines Gegenstandes zu ergründen. Das gleiche gilt für den tief im Menschen verwurzelten Wunsch, sich gegenseitig zu berühren. Was wir dabei im Kontakt mit unseren Kindern oder geliebten Menschen als völlig normal ansehen, ist es in Bezug auf uns  fremde Menschen aber schon lange nicht mehr. Hier sind die Berührungen meist nur noch zurückhaltender Natur: der offizielle Händedruck bei Begrüßungen, ein Kopfnicken oder der angedeutete Kuss auf die Wange. Aber gerade diese doch sehr förmliche Art und Weise, gegenseitig in Kontakt zu treten, widerspricht den menschlichen Grundbedürfnissen zutiefst. Der Mensch braucht Berührung; liebevolle Berührung.

Doch es ist nur der Wunsch nach dieser Berührung, aus dem heraus sich die Massage in den zurückliegenden Jahrtausenden in den verschiedenen menschlichen Zivilisationen etabliert hat; es gibt auch einen gesundheitlichen Aspekt. Die Chinesen waren hierbei die ersten, die dies erkannten und die Massage bereits 3000 Jahre vor Christi Geburt im Rahmen ihrer Heilkunst am Menschen anwendeten. Griechische und römische Ärzte und Philosophen empfahlen sie zur Stärkung des Körpers nach einer Schlacht sowie zur allgemeinen Gesunderhaltung des Körpers und seiner feinstofflichen Anteile.

Im Laufe der Zeit entdeckten auch die Heilkräuterkundigen die Möglichkeiten der Massage und trugen mit ihr  all jene gesundheitsfördernde Salben auf, für deren Anwendung sie bekannt waren. Andere wiederum berührten Kranke mit ihren heilenden Händen, um diese von ihren Gebrechen zu befreien, böse Geister zu vertreiben oder den Geist eines Menschen zu erhellen. Dennoch dauerte es bis zum 18. Jahrhundert, bevor die Massage auch das übrige, das nördliche Europa erreichte. Es war der Schwede Per Henrik Ling (1776-1839), der sich im Rahmen seiner Chinareisen umfangreiche Kenntnisse über chinesische Massage-Formen aneignete, um diese anschließend nach Europa zu bringen. Ling entwickelte aus seinen Kenntnissen in der Folge ein eigenes Massage-System mit Druck-, Reibungs-, Vibrations- und Rotationstechniken. Wohltuende Massagen hielten daraufhin von Jahr zu Jahr mehr Einzug in die europäische Zivilisation; in unserer heutigen Zeit sind sie natürlich nicht mehr wegzudenken. Egal ob Aroma-Massage, Bio-Energie-Massage, Tuina-Massage oder Fußreflexzonen-Massage: sie entspannen, stimulieren oder sind heilsam – je nachdem, welche Techniken hierbei verwandt werden.